Gegen 05:00Uhr früh erschienen drei Polizisten am Blankenfelder Regional-Bahnhof und belästigten grundlos drei alternative Jugendliche die dort auf einen Zug Richtung Süden warteten. Unter dem Vorwand es wären an dem ansonsten menschenleeren Bahnhof Flaschen geschmissen worden nahmen die Polizeibeamten die Personalien der Jugendlichen auf. Immer wieder unterstellten sie ihnen, die vielen Glasscherben auf dem Bahnhof würden sicher auf ihre Rechnung gehen und es folgte ein längerer Wortwechsel in dem die Jugendlichen ihre Unschuld beteuerten. Die Polizisten widersprachen permanent in einer äußerst penetranten und bestimmten Weise. Auf die Frage ob die Polizeibeamten denn nichts Besseres zu tun hätten, wurde der fragende 17-Jährige unsanft aufgefordert aufzustehen, sein Tabak weggetreten (Beschädigung/Entwendung fremden Eigentums), von seinen Freunden weggezehrt und an einen Fahrplanaushang der Bahn geschubst. Nun wurde der Jugendliche in einer Hollywoodreifen Darstellung gezwungen die Beine breit zu machen und die Hände oben an die Infotafel zu legen. Daraufhin wurde er gründlich durchsucht. Fragt sich nur was die Polizisten zu finden gedachten? Aber das Infragestellen ist in einer von sinnfreien Hierarchien geprägten Gesellschaft ja nicht gerade gerne gesehen. Da die Beine des jungen Mannes dem einen übermotivierten Polizeibeamten nicht breit genug waren, bekam der Jugendliche noch einen Tritt (Körperverletzung), an seinen Kleidungsstücken wurde rumgezottelt und er wurde angebrüllt. Der Polizist funkte währenddessen unermüdlich Sprüche durch sein Funkgerät, um so eine Drohkulisse zu erzeugen. Nachdem bei dem Jugendlichen wie zu erwarten nichts gefunden wurde bekamen alle Drei einen völlig grundlosen mündlichen Platzverweis und waren so gezwungen nach Dahlewitz zu laufen.
Dies war nur eine kleine Schikane, doch davon gibt es täglich Viele, nicht im fernen Weißrussland, sondern auch hier. Bei 1456 „fertig-bearbeiteten“ Anzeigen gegen Polizisten im Bundesland Berlin 2008 (darunter ein nicht unwesentlicher Teil Körperverletzungen bis hin zu Totschlag) , darunter 1398 Einstellungen (!) der Verfahren und weiteren 26 Freisprüchen ist die eigene Ohnmacht deutlich spürbar. Und diese täglichen Repressionen und Schikanen gipfeln nicht selten, wie am Silvesterabend in Schönfließ, in einem Mord.
Ein erster Schritt zur Eindämmung wäre es, nur lokale Polizisten, das heißt Beamte die in Blankenfelde-Mahlow wohnen und hier auch ihr soziales Umfeld haben, einzusetzen. Diese können im Gegensatz zu aus Potsdam herbeigekarrten Bereitschaftsbullen viel weniger aus totaler Anonymität und nicht ohne Folgen in ihrem „normalen Leben“ handeln. So würde durch die permanente Angst vor gesellschaftlicher Ächtung, Willkür effektiv Einhalt geboten werden. Außerdem wäre es möglich zwischen Jugendlichen und Beamten soziale Kontakte entstehen zu lassen aus denen gegenseitiges Verständnis resultieren könnte, wenn man mal von der einzig und allein den Status quo – erhaltenden, staatstragenden und soziales Unrecht verteidigenden Rolle der Behörde Polizei absieht.
Langfristiges Ziel muss es sein jede Willkür- oder Gewaltaktion gerade auch von Polizisten öffentlich zu machen und ein breites autoritäts- und herrschaftskritisches Bewusstsein in der Bevölkerung herzustellen.
Fuck Authority!
No Justice – No Peace!
In diesem Sinne meldet uns Polizeiübergriffe und Schikanen aus unserer Region! E-Mail an Sub-gruppe@web.de !
Soziale Unruhe Blankenfelde (S.U.B.), 05.10.2009


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